10.09.2026 | News
Schon in der Grundschule beginnen die Lesedefizite
Deutsche Jugendliche erreichen mit 465 Punkten im Lesen den niedrigsten Wert seit 25 Jahren. Rund ein Drittel (32 Prozent) verfügt nicht über ausreichende Basiskompetenzen – sie können längere Texte nicht sicher verstehen oder Informationen verknüpfen. Besonders besorgniserregend: Die Wurzeln dieser Schwäche liegen bereits in der Grundschule. Experten fordern daher frühe Sprachförderung und systematische Leseförderung ab Klasse 1, um den Negativtrend zu stoppen.
Alarmierend sind auch die auffallenden Unterschiede zwischen Schülergruppen. Mädchen schneiden besser ab als Jungen. Aber auch der sozioökonomische Status spiele in Deutschland eine große Rolle, betonen die Studienautoren, der Bildungserfolg hänge stärker als in vielen anderen Ländern vom Elternhaus ab – und von der Frage des Migrationshintergrundes.
Die aktuelle PISA-Studie 2025 ist ein Weckruf: Leseförderung muss früher, verbindlicher und gezielter beginnen. Grundschulen brauchen mehr Zeit, bessere Diagnostik und evidenzbasierte Materialien. Vereine wie Lesementor e.V. sind unverzichtbare Partner, um individuelle Förderung sicherzustellen – besonders für Kinder aus belasteten Lagen.
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