Die 74-jährige Tessa Higgins hat viel Freude an ihrem neuen Engagement als Leselernhelferin. Foto: privat
Tessa-Higgins, Foto privat

23.11.2024

Die 100. Lesementorin im Verein Lesementor Lüneburg e.V. ist Tessa Higgins

Das ist ein Aufhänger für die Landeszeitung und am 23.11.2024 erschien ein ausführlicher Artikel in der LZ. Das Credo von Tessa Higgins liegt allen Mentor:innen ganz besonders am Herzen. Daher finden Sie hier den ganzen Artikel:

„Ich finde es wichtig, dass Kinder lesen lernen, denn Lesen ist der Schlüssel zur weiteren Bildung“, erzählt Tessa Higgins. Die pensionierte Lehrerin ist die 100. Mentorin des Vereins Lesementor (Anmerkung der Redaktion: Im Herbst 2026 wurde der Vereinsname geändert in Lesementor e.V.).

Der Verein unterstützt Schüler beim Lesen und will ihnen die Freude am Lesen vermitteln. Die ehemalige Lehrerin an der Orientierungsstufe und später am Johanneum für Englisch, Deutsch und Religion hat schon länger überlegt, sich für Kinder zu engagieren. „Aber ich habe immer gezögert, weil ich viel unterwegs war, zum Beispiel, um meine Enkel in Süddeutschland zu besuchen. Und wenn man mit anderen arbeitet ist Kontinuität wichtig“, meint sie.

In Einzelbetreuung üben die Mentoren mit den Schülerinnen und Schülern eine halbe Stunde pro Woche das Lesen, die Beziehung steht im Vordergrund. „Das ist mir nicht fremd, aber hier kommt man nicht in die Rolle der Lehrerin. Als Mentorin ist das eine andere Beziehung. Man hat mit dem Kind ein gemeinsames Ziel und ist mehr auf Augenhöhe“, sagt Higgins über ihre ersten Erfahrungen als Mentorin in der Klassenstufe sechs an der IGS Kreideberg.

„Ich habe selbst viel Freude am Lesen und auch viel Freude daran, das zu vermitteln. Ich glaube, für die Kinder ist es auch sehr schön, wenn ein Erwachsener eine halbe Stunde nur für sie aufwendet“. Besonders am Herz liege es ihr, mit Kindern Deutsch zu üben, für die Deutsch eine Zweitsprache ist. „Meine Muttersprache ist Englisch, ich habe die Sprache erst als Erwachsene gelernt. Daher liegen mir Kinder, die nicht muttersprachlich Deutsch sprechen, besonders am Herzen. Vorher habe ich auch privat Geflüchteten in Deutsch unterrichtet“.

Higgins betont, dass es für das Engagement als Leselernhelfer keine Voraussetzung sei, Erfahrung als Lehrer gesammelt zu haben. „Wichtig ist, dass man Kinder mag und sich für sie interessiert“, sagt sie. mhu / LZ vom 23.11.2024, Seite 2 „Worauf ich mich heute freue“

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